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JOHANNES KARL/ FLORIAN BAUMGARTNER - TAMBOSI

29. Juni 2011 bis 05. August 2011

Johannes Karl und Florian Baumgartner transformieren das Foyer des Referats für Arbeit und Wirtschaft in ein Kunstspektakel. Gespickt mit Zitaten und Verweisen aus dem Kunstkontext erschaffen sie eine Landschaft, in der sich ein Modelleisenbahnzug seinen Weg durch die Kunstgeschichte bahnt. Mit fast kindlicher Offenheit nähern sie sich (keinesfalls unkritisch) den Mechanismen, die Kunst entstehen lassen.

Vernissage: 28. Juni 2011, 18h

Öffnungszeiten: Mo-Do 8-18h, Fr 8-15h (jederzeit von außen einsehbar)

Die Ausstellung findet im Schauraum des RAW (Referat für Arbeit und Wirtschaft), Herzog-Wilhelm-Str. 15, U3/U6 Sendlinger Tor oder U4/U5/S Karlsplatz (Stachus), statt.

Welcher Referenzrahmen umgibt Kunst? In welchem Kontext wird Kunst betrachtet? Das sind Fragen, mit denen sich die Münchner Künstler Johannes Karl und Florian Baumgartner in ihrer Gemeinschaftsarbeit für den Satelliten für zeitgenössische Kunst im Referat für Arbeit und Wirtschaft beschäftigen.
 Mit ihrer Installation Tambosi halten sie der Kunstwelt augenzwinkernd den Spiegel vor. Im Foyer des Referats für Arbeit und Wirtschaft wird kurzerhand ein Spektakel inszeniert; einzelne Module bilden eine Landschaft, durch die eine Modelleisenbahn ihre Kreise zieht. Gefangen in einer Endlosschleife bahnt sie sich ihren Weg in einer Kulisse gespickt mit Kommentaren und Verweisen aus dem Kunstkontext. Da werden die Oberflächen mit Abzügen bekannter Kunstwerke collagiert, mit Textpassagen aus Fachzeitschriften ergänzt und so visuelle und strukturelle Zitate gesetzt. Da gesellt sich niederländische Porträtmalerei zu einer idyllischen italienischen Renaissancelandschaft, überlappen sich Vermeer und Picasso zu einem Potpourri der Kunstgeschichte. Zu Wort kommen Kunstkritiker, Kulturjournalisten und Künstler, stimmen ein in den Kunstdiskurs.
Kunst existiert nie außerhalb eines kulturellen und sozialen Verweissystems, sondern stets innerhalb von Mechanismen der Vermarktbarkeit und externer Wertzuschreibungen. Johannes Karl und Florian Baumgartner verweisen auf den Kontext, in dem sich Kunst präsentiert und Form gewinnt. Für ihre Installation erschaffen sie einen Rahmen, der auf seinen Rahmen referiert. So begeben sich die beiden Künstler in eine Drehung um sich selbst und ironisieren das System "Kunst", dessen Teil sie unweigerlich sind.
 

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