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PETER DOWNSBROUGH

27. Oktober 2011 bis 19. November 2011

Peter Downsbroughs (*1940) fotografische, installative und filmische Arbeiten beschäftigen sich mit den Strukturen und Gesetzmässigkeiten des urbanen Raums: In Schwarz-Weiss-Aufnahmen neutralisiert und erneuert er zugleich den Blick auf städtische Randzonen, Industriegegenden, Strassenzüge...; der architektonische Raum wird zum Erfahrungsort einer veränderten raumzeitlichen Wahrnehmung, die in Downsbroughs Room-Pieces ihre dreidimensionale Fortführung findet.

 
Eröffnung: 26.10.2011, 19h, PLATFORM3.

Ausstellung : 27. 10 - 19. 11. 2011, Mo-Sa 11-19h, Mi 12-20h. 
PLATFORM3 – Räume für zeitgenössische Kunst präsentiert eine 25-teilige fotografische Auftragsarbeit und eine raumspezifische Installation von Peter Downsbrough.

Publikation :
Im Rahmen der Ausstellung erscheint das Künstlerbuch AS SET in limitierter Auflage (kostenlos).

Filmprogramm : 27. 10. 2011, 19h, Filmmuseum München, St. Jakobsplatz 1.
Im Filmmuseum München (Open Scene) präsentiert PLATFORM3 ausgewählte Videoarbeiten von Peter Downsbrough aus den letzten Jahren. Die Einführung des internationalen Kurators Moritz Küng zu den Arbeiten von Downsbrough gibt es als Video-Dokumentation -klicken Sie auf "mehr".

 

Seit den sechziger Jahren gehört Peter Downsbrough zu den führenden Vertretern der Konzeptkunst. Im Zentrum seiner Untersuchung stehen der Raum und die Beziehung zwischen Architektur, Sprache und Typografie. Neben der Teilnahme an der documenta 6 wurden seine Skulpturen, Interventionen, Fotografien, Filme und Bücher besonders in den letzen Jahren in zahlreichen internationalen Ausstellungen gewürdigt.

In München war Peter Downsbrough vor 20 Jahren mit dem Projekt "Open Column" für die Glyptothek München sowie mit einer Reihe Stadtfotografien in der Abendzeitung präsent. 2011 untersucht er im Rahmen der Auftragsarbeit den peripheren Stadtraum Münchens, ausgehend von PLATFORM3 in Obersendling. Aus einer fotografischen Recherche und Begehung des Stadtraums sind eine 25-teilige fotografische Serie sowie ein Film, die den urbanen Raum als strukturiert und strukturierend thematisieren, entstanden. In formaler Strenge tritt Masse und Form der Architektur sowie der Raum als ein System von Linien und Koordinaten hervor: Die Stadt, geprägt von architektonischer Ordnung, ein Konstrukt und determinierendes System. Die Dynamik ist kontrolliert, Abläufe geregelt.

Auch der Ausstellungsraum selbst ist Teil der Untersuchung. Neben den Fotografien platziert Peter Downsbrough in einem reduzierten visuellen Vokabular ein Room Piece als raumspezifische Installation und verortet PLATFORM3 selbst als „lesbaren“ Ort: Ein Koordinatensystem aus Worten – Adverbien für Zeit und Raum – durchzieht den Raum, macht ihn für den Besucher physisch und assoziativ neu erfahrbar.

In München war Downsbrough schon vielfach präsent: einerseits durch das Projekt "Open Column" für die Glyptothek München (1991), andererseits in einer Reihe von Stadtfotographien, die in den 90ern in der AZ erschienen, und jüngst im Rahmen der Ausstellung des Konzeptkunst-Sammlers Herman Daled im Haus der Kunst (05/2010). Die Einzelausstellung holt den internationalen Künstler erneut nach München.

 

Moritz Küng spricht über die Arbeiten von Peter Downsbrough: Video-Dokumentation vom 27. 10. 2011

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